Geschichtliches
Am 18. September 1901 war die Grundsteinlegung für das Stephaneum. Der Bonifatiusverein hatte die Schulbrüder
nach Bad Goisern gerufen. Im August 1902 übernahm Bruder Stephan Alexander die Leitung der Volksschule und
des Heimes. Von ihm leitet sich der Hausname ab.
1914 bekam das Stephaneum sein heutiges Aussehen. 1927 wurde das Schulgebäude großzügig erweitert und eine
Hauptschule gegründet. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Schulbrüder aus Bad
Goisern vertrieben. Die Marktgemeinde übernahm die Schule, und das Heim wurde von der Partei besetzt.
1946 erfolgte die offizielle Rückgabe von der amerikanischen Militärbehörde. 1954 zog die Mädchenhauptschule,
die bis dahin die Schule benützt hatte, aus. Der Turnsaaltrakt wurde aufgestockt, und die große Wiese zu
einer modernen Spiel- und Sportanlage ausgebaut.
1966 ist parallel zum Hauptgebäude ein neues Internatsgebäude errichtet und der Speisesaal erweitert worden.
Seit 1971 werden Sportklassen geführt. 1980 wurde ein zweigeschossiger Turnsaal erbaut und die Sportanlage um
4 Tennisplätze bereichert.
1981 wurde der Schul-Sportverein Stephaneum (SSV) gegründet, der, wie die Sportanlage, auch der Bevölkerung
Bad Goisern zugänglich ist.
Seit 1984 finden auch Mädchen in Schule und Heim Aufnahme.
Seit 1985 wird die Tagesheimschule geführt.
Johannes von La Salle
Gründer der Ordensgemeinschaft der Schulbrüder
Johannes von La Salle wurde im Jahre 1651 in Reims/Frankreich als erster von 11 Kindern einer adeligen
Familie geboren und erhielt eine standesgemäße Erziehung. Nach langgelegtem Wunsche wurde er 1678 zum
Priester geweiht. Als Domherr der Kathedrale von Reims gehörte er der gehobenen Gesellschaftsklasse
an, nahm sich aber dennoch Zeit seines Lebens der Söhne der Handwerker und Armen an.
In einer Zeit, da es noch keine allgemeine Schulpflicht gab, errichtete er für sie Schulen, sorgte auch für
deren Leitung und gründete zu Sicherung ihres Fortbestandes die Ordensgemeinschaft der Brüder der Christlichen
Schulen.
Zur Zeit seines Ablebens im Jahre 1719 wurden in seinen Schulen in Frankreich Grundschulen, Real- und
Gewerbeschulen, Lehrerbildungsanstalten - nahezu 10.000 Schüler unterrichtet.
Derzeit (Stand: Jänner 2002) zählt die Ordensgemeinschaft der Schulbrüder rund 6325 Brüder (davon arbeiten ca. 2550 Brüder aktiv an Schulen), die in den Iasallianischen Schulen
zusammen mit etwa 76600 zivilen Lehrpersonen in allen fünf Erdteilen 900.000 Jugendliche unterrichten.
Im Jahre 1900 wurde Johannes von La Salle heiliggesprochen und 1950 von der Kirche zum Schutzpatron aller
Lehrer und Erzieher erhoben.
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